Weißstorch

Foto: Weißstorch

Der im Allgemeinen als Glücksbringer fungierende Weißstorch, welchem man der Sage nach das „Zustellen“ der Kinder „in die Schuhe“ schiebt, war bereits 1984 und 1994 der Vogel des Jahres.

Er ist bis zu einem Meter lang und hat eine Flügelspannweite von ca. zwei Metern. Während Schnabel und Beine rot sind, weist das Federkleid bis auf die schwarzen Schwungfedern eine weiße Farbe auf.

Da die Stimme des Weißstorchs nur schwach ausgeprägt ist, verständigt er sich durch Klappern mit dem Schnabel. Daher auch der Name „Klapperstorch“.

Er ernährt sich von Kleintieren wie z.B. Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen und Fischen. Dabei ist er kein Feinschmecker, sondern frisst das, was „ihm vor den Schnabel kommt“. Seine Jagdmethode ist sehr charakteristisch und macht ihn bereits aus weiter Entfernung erkennbar: Er schreitet auf Beutesuche durch Wiesen und Sumpfland auf und ab und stößt bei Aussicht auf Erfolg blitzartig mit dem Schnabel auf seine Beute herab. Auch kommt es vor, dass er wie ein Reiher mit angewinkelten Beinen an einem Mauseloch lauert.

Beim Weißstorch handelt es sich um einen Zugvogel, der jedes Jahr weite Strecken zwischen seinen Brut- und Winterquartieren in Afrika südlich der Sahara zurücklegt.

Gegenwärtig besteht zwar eine Stabilisierung des Brutbestandes auf niedrigerem Niveau gegenüber den 70er Jahren, doch ist der Bestand weiterhin labil. Einige Gebiete, aus denen der Storch bereits verschwunden war, konnten z.T. mit Hilfe des Menschen, neu besiedelt werden. Ende des 20. Jahrhunderts wurden in Deutschland wieder über 4.000 brütende Paare gezählt. Trotzdem gilt der Weißstorch immer noch als gefährdet.

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