Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Foto: Leberblümchen

Das Leberblümchen gehört zu den im Frühling am frühesten blühenden Pflanzen (März – April).
Die deutsche Bezeichnung nimmt auf die Blätter Bezug, die im Umriss an die menschliche Leber erinnern. Die frische Pflanze ist schwach giftig.

Sie erreicht eine Wuchshöhe von 10 – 25 cm und ist eine mehrjährige, überwinternd grüne, krautige Pflanze. Die langgestielten blau bis blauvioletten Blüten mit 6-9 gleich gestalteten Blütenhüllblättern und weißen Staubgefäßen erreichen 15 – 30 mm im Durchmesser. Die violette Farbgebung basiert auf dem Farbstoff Anthocyan. Dieser besitzt die Fähigkeit, Licht in Wärme umzuwandeln und schützt somit die Leberblümchen vor den schädlichen Folgen harter Fröste. Seltener sind Exemplare mit weißen oder purpurfarbenen Blüten. Die beharrten Stängel wachsen aufrecht. Die dreilappigen, ebenfalls lang gestielten Laubblätter werden erst nach oder gegen Ende der Blüte ausgebildet. Während die Blattoberseite dunkelgrün ist, zeigt sich die Blattunterseite purpur-violett getönt.

Das Areal des Leberblümchens ist durch große Verbreitungslücken gekennzeichnet. Sein Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Laubwäldern der nördlichen Hemisphäre. In Europa, Ostasien und Nordamerika bildet es unterschiedliche geographische Varianten aus. Als Standorte werden lichte Buchen- und Eichenwälder mit kalkhaltigem basenreichen Lehmböden bevorzugt. In Mecklenburg-Vorpommern kann man sie noch in weiten Teilen des Landes (z.B. NO-Rügen, Hiddensee, NW-Mecklenburg, Elbetal) finden.

Das Leberblümchen ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Es ist insbesondere durch das nicht erlaubte Ausgraben bedroht. In der Roten Liste Mecklenburg-Vorpommerns wird es in der Vorwarnliste als zurückgehend eingestuft. Die Art steht ebenfalls im Florenschutzkonzept des Landes.

‹‹ zurück zu Natura 2000