Fischotter

Foto L. Wölfel

Foto: Fischotter

Der Fischotter ist das Tier des Jahres 1999. Er misst von der Nase bis zur Schwanzspitze über einen Meter und ist damit der größte heimische Marder.

Wendig schwimmt und taucht er auch der nächtlichen Jagd nach Fischen, Krebsen und anderen Wassertieren. Naturnahe Seen, Flüsse und Bäche sind Otter-Lebensraum, aber auch Teiche, Sölle und Gräben bieten ihm Nahrung und Versteck. Der Fischotter ist ein echter Wasserwanderer und legt pro Nacht bis zu zwanzig Kilometer zurück!

Sein warmes, dichtes Fell und der Leumund des Fischfressers wurden ihm in der Vergangenheit zum Verhängnis: Jahrhunderte lang wurden Fischotter gnadenlos verfolgt und in Deutschland fast ausgerottet. Heute gibt es vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen wieder stabile Vorkommen, und die Art breitet sich langsam aus. Ein „sicheres“ Leben kann der Fischotter aber auch heute noch nicht führen: Dort, wo enge Brücken und Durchlässe die Tiere zur Überquerung einer Straße zwingen, werden sie nicht selten von Autos erfasst und getötet. Um ein Ertrinken in Fischreusen zu verhindern, sollten diese mit Ottersicherungen versehen sein.

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