Geschichte(n) des Nationalparkprogramms

Wettlauf mit dem Ende der DDR


25.06.90Die »Anordnung zur einstweiligen Sicherung von Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten von zentraler Bedeutung« stellt den Nationalpark »Untere Oder« sowie die Naturschutzparke »Niederlausitzer Heidelandschaft« sowie »Erzgebirge-Vogtland« unter einstweiligen Schutz.
01.07.90Umweltunion zwischen der DDR und der BRD Intensive Arbeit am Umweltministerium (Ost) mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums (West) Das Umweltrahmengesetz schafft die gesetzlichen Grundlagen für das Einrichten von Nationalparken in der DDR und bestätigt die einstweilig sichergestellten Gebiete.
20.08.90Überstürzen der politischen Ereignisse – Festlegen des Termins für die deutsche Vereinigung auf den 03.10. – Als Folge Vorziehen des Ausarbeitens einer Verordnung zum Nationalparkprogramm um ca. 1 Jahr
31.08.90Einigungsvertrag zwischen DDR und BRD geschlossen
12.09.90»Beschluss zu den Verordnungen über die Festsetzung von Nationalparks sowie von Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten von zentraler Bedeutung als Biosphärenreservate und Naturparks«
20.09.90Verordnungen werden in die Zusatzvereinbarung zum Einigungsvertrag aufgenommen (GBI. I Nr.64, S.1982), treten am 01.10. in Kraft und sind geltendes Recht
03.10.90Mit der deutschen Vereinigung Übergehen der Zuständigkeit für die neuen Schutzgebiete an die neuen Bundesländer

Der damalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer bezeichnete die Großschutzgebiete als das »Tafelsilber der deutschen Vereinigung« und sagte weiter:

»Es reicht indes nicht, ein Gebiet nur rechtlich als Nationalpark auszuweisen. Der Begriff Nationalpark darf nicht zu einer Mogelpackung werden. Vielmehr ist es notwendig, auch inhaltlich deutlich zu machen, dass der Nationalpark unsere höchste staatliche Flächenschutzkategorie darstellt.«


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