zurück
14. Juli 2010
Bayerische Schüler erkunden und erforschen den Müritz Nationalpark

GIS macht Schule – neue Medien für den Unterricht

Interaktive Stadtpläne im Internet, thematische Karten in Zeitungen, Wetter-berichte im Fernsehen oder eine Autofahrt mit einem Navigationssystem: längst sind GIS-Anwendungen ein alltäglicher Bestandteil unseres Lebens. So ist es auch verständlich, dass die Nutzung von Geoinformationssystemen (GIS) und Geodaten in der Schule in den letzten Jahren stark gestiegen ist und GIS in vielen Bundesländern in den Geografielehrplan integriert ist. Aber nicht nur im Geografieunterricht lernen Schülern auf der Grundlage von raumbezogenen Daten, sondern auch in Biologie, Sozialkunde, Wirtschaft und Geschichte.

GIS-Methoden helfen, aus abstrakten Daten anwendbares Wissen zu ma-chen. Zudem bereichern und beleben Geoinformationssysteme den Unter-richt. Sie ermöglichen eine aktive individuelle Beschäftigung mit den Lehrin-halten. Das GIS vermittelt dabei wertvolle Erfahrungen im praktischen Um-gang mit Neuen Medien und erweitert die persönliche Methodenkompetenz.
Die ESRI Deutschland GmbH ist seit mehr als einem Jahrzehnt sehr aktiv im Schulbereich. ESRI unterstützt und veranstaltet Lehrerfortbildungen sowie Informationstage, erstellt GIS-Unterrichtseinheiten für Lehrer und ist auf zahlreichen Veranstaltungen, wie Geografentag, Didacta, Konferenzen mit Bildungshintergrund und GIS Days präsent.


ESRI Sommercamps

Als erfolgreiches Unternehmen der Geoinformationsbranche übernimmt die ESRI Deutschland GmbH auch gesellschaftliche Verantwortung. Im Rahmen des Programms „ESRI handelt“ engagieren sich die Mitarbeiter von ESRI für soziale und ökologische Belange. Ein Beitrag innerhalb dieses Programms sind die ESRI Sommercamps, die unter dem Motto „Wahrnehmen - Verste-hen - Anwenden“ seit 2006 in Zusammenarbeit mit deutschen Nationalparks stattfinden.

Die ESRI Sommercamps haben zum Ziel, Schülern die Natur und den Um-gang mit modernen Geo-Technologien sowie deren Zusammenspiel näher zu bringen. Schüler und Lehrer werden eingeladen, eine Woche einen Nati-onalpark unter Nutzung von GIS und GPS (Global Positioning System) zu erforschen sowie die Ergebnisse zu dokumentieren und zu präsentieren. Mit sachlicher und fachlicher Unterstützung erleben die Schüler einen National-park in verschiedensten Facetten und erweitern ganz nebenbei ihre Sozial-, Methoden- und Präsentationskompetenz.

Im Rahmen eines deutschlandweiten Schulwettbewerbs von ESRI bewerben sich Schüler und Lehrer um ein Sommercamp ihrer Wahl. Der Wettbewerb stand dieses Jahr unter dem Motto „Cleverer Umgang mit Energien“ mit Fragen wie „Wie beeinflusst eurer Umgang mit Energie unsere Lebensge-meinschaft und Umwelt?“ oder „Wo seht ihr Handlungsbedarf im nachhalti-gen Umgang mit Energie an eurer Schule oder in eurer unmittelbaren Um-gebung?“.

Weitere Informationen zu den ESRI Sommercamps, inklusive Bilder, Karten und Berichte von den letztjährigen Sommercamps finden Sie unter http://esri.de/schule/camps.html.


ESRI Sommercamp 2010 im Nationalpark Müritz

„Vom Süden in den Norden“ heißt es für die Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums Gars in Bayern und den Lehrer Herrn Nitschke. Sie haben das Sommercamp im Nationalpark Müritz mit ihrem Beitrag „Clever mit Energie umgehen - ein Konzept zur Sensibilisierung der jüngeren Schüler“ gewon-nen. Untergebracht sind die Gewinner im Jugendwaldheim Steinmühle. Das Sommercamp wird von Mitarbeitern des Nationalparks sowie der ESRI Nie-derlassung Leipzig betreut.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr der Grünower See und seine Umgebung. Die Schüler kartieren die Ufervegetation und analysieren die Wasserqualität anhand von verschiedenen Parametern wie Sichttiefe, Temperatur, pH-Wert und Nitratgehalt. Die Daten werden mit GPS-integrierten PDA’s (Personal Digital Assistant) erfasst und verortet. Mit ihrer Arbeit helfen die Jugendlichen eine Grundlage für die längerfristige Beobachtung des Sees zu schaffen. Unterstützt werden sie dabei von Mitarbeitern des Jugendwaldheims und Rangern des Nationalparks.

Im Sommercamp werden die Schüler die Umgebung des Nationalparks zu Fuß und mit dem Rad erkunden und in Gruppen den Grünower See zu Land und zu Wasser kennen lernen.

Die erfassten Daten werden computergestützt dargestellt und ausgewertet. Am Donnerstagvormittag, um 10:00 Uhr, werden die Ergebnisse im Jugendwaldheim präsentiert.

Natürlich sind in der Sommercampwoche auch noch weitere Aktivitäten ge-plant wie Geocaching, eine Art elektronische Schnitzeljagd, eine Dämmer-wanderung, Lagerfeuer und vieles mehr.