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2. Juni 2010
Schafe Opfer von Hunden

Trauriger Vorfall am Ostufer der Feisneck

Am letzten Wochenende wurden die am Ostufer der Feisneck grasenden Schafe offenbar von einem Hund gehetzt und angefallen. Ein Schaf erlitt dabei schwere Bissverletzungen am Kopf und Hals, ein weiteres, welches vor Angst in den See lief, ertrank jämmerlich.

Die eingezäunte Weidefläche der „Rauhwoller“ ist für Besucher durch Tore zugänglich und es gehen dort auch regelmäßig Hundehalter mit ihren Tieren spazieren. Auf den Hinweistafeln an den Toren werden sie aufgefordert, diese an der Leine zu führen. Leider musste der Schäfer Hubertus Roloff bei seinen Herdenkontrollen aber immer wieder beobachten, dass sich nicht alle Hundebesitzer daran halten. Deshalb liegt der Verdacht sehr nahe, dass dieser Angriff von einem nicht angeleinten Hund ausging.
Hubertus Roloff und das Nationalparkamt verurteilen das Ereignis aufs Schärfste.

Seit 2005 sind die Rauwolligen Pommerschen Landschafe als Landschaftspfleger am östlichen Ufer der Feisneck im Einsatz. Ziel ist es, eine struktur- und artenreiche offene Kulturlandschaft zu entwickeln und zu erhalten. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die Schafe, denn sie schaffen Strukturen, die die Existenz vieler stark gefährdeter Tier- und Pflanzenarten begünstigt. Der Einsatz von Schafen gilt gegenüber der Mahd mit Maschinen als kostengünstiger, umweltfreundlicher und energiesparender. Zudem liefert die Schafherde Wolle, gesundes Fleisch und dem Schäfer sein Einkommen.

Das Nationalparkamt appelliert deshalb nochmals an alle Hundebesitzer, ihre Vierbeiner unbedingt an der Leine zu führen. Es besteht nicht nur im Bereich der Weidefläche, sondern im gesamten Nationalpark Leinenpflicht. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die entsprechend geahndet werden kann.