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19. Mai 2010
Wanderung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt

Das Nationalparkamt Müritz veranstaltet am 22.Mai von 10-13 Uhr ab Zinow (5 km östlich von Neustrelitz) eine geführte Wanderung zum Thema „Biologische Vielfalt in Wäldern“. Der stellvertretende Leiter des Nationalparkamtes wird interessante Informationen über den Artenreichtum in den sich natürlich entwickelnden Wäldern bei Serrahn geben. Auf dem 7 km langen Weg, vorbei an abgestorbenen Fichten, jungen Kiefernbeständen und mächtigen Buchen wird die Dynamik der natürlichen Entwicklung dargestellt.
Ein Höhepunkt ist die Vorstellung eines Teils des 244 ha großen Nominierungsgebietes „Weltnaturerbe Buchenwälder“- einem Buchenwald mit alten Altershasen und einem ungeheuer großen Artenreichtum, gerade in der Zerfallsphase.
Nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse leben im Müritz-Nationalpark 54 Säugetierarten, 215 Vogelarten, 673 Schmetterlingsarten, 749 Pilzarten sowie 910 Gefäßpflanzenarten. Das Vorkommen vieler Artengruppen im Nationalpark ist dabei noch nicht erschöpfend wissenschaftlich dokumentiert.
„Der Müritz-Nationalpark trägt durch den hier praktizierten konsequenten Schutz der Natur zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Angesichts des weltweit rasanten Artensterbens ein kleiner, aber wichtiger Beitrag.“ erklärt Amtsleiter Ulrich Meßner.

Für Verpflegung und festes Schuhwerk ist selbst zu sorgen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Jeder Wanderer erhält einen „Biodiversitäts-Wanderpass“, der zur Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt. Es winken attraktive Preise wie z.B. Wochenendreisen in deutsche Natur- und Nationalparke.


Hintergrund:
Die Wanderung ist Teil der weltweiten UN-Kampagne zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt. Vom 20. Mai bis zum 20. Juni finden auf Initiative vom Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz in ganz Deutschland Wanderveranstaltungen statt. Sie sollen dazu beitragen, eine möglichst breite Öffentlichkeit mit dem Begriff der biologischen Vielfalt (Biodiversität) vertraut zu machen. Deren Bedeutung für die Menschen, aber auch die Folgen ihres Verlustes sollen im Bewusstsein der Bevölkerung einen festen Platz finden.

Allerdings sinkt der Artenreichtum in Deutschland und weltweit schneller als die Wissenschaftler Arten neu entdecken und beschreiben können.
Die Gründe für Artensterben sind vielfältig. Häufig sind der Lebensraumverlust und die Verdrängung einheimischer Arten durch neue Arten maßgeblich am Artenrückgang Schuld. Daneben spielt der Klimawandel eine beachtliche Rolle bei dem Verlust von vielen Tier- und Pflanzenarten.

Weitere Informationen unter www.wandertag.biologischeVielfalt.de

Ansprechpartner:
Jürgen Krüger
Tel.: 039824/ 252 - 30
Mobil: 0173/ 2472610
Fax: 039824/ 252 - 50
j.krueger@npa-mueritz.mvnet.de