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25. August 2009
Besucherlenkung zum Schutz der Kraniche

Nach dem Beginn der Kranichsaison bringen momentan Mitarbeiter des Nationalparkamtes Schilder im Gebiet rund um den Rederangsee und die Spuklochkoppel an. Außerdem werden Informationstafeln mit zusätzlichen Modulen und Informationsblättern ausgestattet. Zum Schutz der durchziehenden Kraniche werden vom 29. August bis voraussichtlich zum 31. Oktober 2009 zwei Wegabschnitte im Nationalpark gesperrt. Mit den Tafeln und Schildern werden die Besucher rechtzeitig über die Einschränkungen informiert.

Am Sonntag, den 23. August 2009 konnte die Fachgruppe Ornithologie „Karl Bartels“ Waren (Müritz) 1.300 rastende Kraniche am Rederangsee zählen. Bei den sich jetzt sammelnden Kranichen handelt es sich um Brutpaare aus der näheren Umgebung. Die in Skandinavien brütenden Tiere kommen erst später.

Außerdem wird die Jagd im Bereich der rastenden Kraniche ab sofort eingestellt.

Die durchziehenden Kraniche rasten im Müritz-Nationalpark in der Regel am Rederangsee und an der Spuklochkoppel. Sie reagieren sehr empfindlich auf Störungen durch Besucher. Laute Geräusche, Bewegungen von Fahrzeugen und Personen, insbesondere mit heller Kleidung sowie Blitzlichter lassen die Tiere unruhig werden und können sie sogar von den gewohnten Rastplätzen vertreiben.

Aus diesem Grund sperrt das Nationalparkamt Müritz den Wanderweg „Rotes Eichhörnchen“ zwischen Federow und Schwarzenhof im Bereich des Rederangsees und der langen Dämme täglich ab 16.00 Uhr. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Beobachtungsplätze am Rederangsee sind während dieser
Zeit nur mit Führung im Rahmen des Kranich-Tickets erreichbar.

Der Wanderweg „Ocker Reh“ ist im Bereich der Spuklochkoppel ebenfalls ab 16:00 Uhr in der Zeit vom 29. August bis zum 31. Oktober 2009 gesperrt. Am Sichtschirm an der Spuklochkoppel, der über den Weg zum Müritzhof zugänglich ist, kann die Kranichrast auch ohne Führung individuell beobachtet werden. Bitte nicht neben oder vor den Sichtschirm treten!

„Das Naturerlebnis Kranichrast darf nicht zu Lasten der Kraniche gehen. Die Sperrungen, die Ausschilderung und die Regelungen zum Kranichticket sollen helfen, dass sich die Kraniche auch in den kommenden Jahren hier so zahlreich einfinden.“ so Hendrik Fulda, Sprecher des Amtes abschließend.