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4. Februar 2009
Störungen durch Suche nach Abwurfstangen

Im Monat Februar werfen die Rothirsche ihr Geweih ab. Für die Tiere ist das ein natürlicher Prozess und das Geweih wächst wieder nach. Obwohl verboten, ist das Suchen nach diesen Abwurfstangen leider in einigen Wäldern und auch im Nationalpark zum „Volkssport“ geworden. Allein dem Jagdausübungsberechtigten ist es gestattet, sich die Stangen anzueignen.

Darüber hinaus führt die Suche nach den Stangen zu einer starken Beunruhigung des Rotwildes. In den Wintermonaten hält das Wild seinen Stoffkreislauf auf Sparflamme. Umso sensibler reagieren die Tiere auf jegliche Störung. Diese Beunruhigung ist unbedingt zu vermeiden.

Außerdem kommt es bei der Suche nach Abwurfstangen zu Störung weiterer Tiere. Beispielgebend sei der Seeadler genannt. Die geschützten Vögel befinden sich momentan in der Brutvorbereitung und Beunruhigung können unter Umständen zur Brutaufgabe führen.

Herr Jürgen Krüger, stellvertretender Leiter des Nationalparkamtes Müritz appelliert an die Vernunft eines Jeden, von der Suche nach Abwurfstangen abzusehen. Des weiteren kündigt er an, dass die Nationalpark-Verwaltung diesbezüglich in den nächsten Tagen und Wochen verstärkte Kontrollen durchführen und Verstöße entsprechend ahnden wird.