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30. Juli 2007
Fledermausalarm im Müritz-Nationalpark

Den ganzen August über werden im Müritz-Nationalpark wöchentliche Fledermausexkursionen angeboten.

Wer schon immer mehr über diese interessanten Säugetiere erfahren möchte, ist hier genau richtig.

Von den in Deutschland vorkommenden Fledermausarten, leben allein zwei Drittel im Müritz-Nationalpark. Auf der Exkursion kann man so die Zwergfledermaus, den Abendsegler, die Wasserfledermaus, die Mopsfledermaus und viele andere antreffen. Zudem wird auf der Führung mit gängigen Vorurteilen aufgeräumt. So sind Fledermäuse keine blutrünstigen Tiere, sondern ernähren sich überwiegend von Insekten, Pollen und kleinen Wirbeltieren. Fledermäuse orientieren sich anhand einer komplizierten Ultraschall-Echoortung. Die für uns Menschen unhörbaren Ultraschallrufe werden von der Umgebung und von den Beutetieren reflektiert und als Echo von den Fledermäusen eingefangen. Auf der Exkursion werden die Laute mithilfe eines sogenannten „Bat-Detektors“ umgewandelt und für uns hörbar gemacht.

Neben der Biologie der Tiere, steht aber auch deren Bedrohung im Mittelpunkt der Exkursion. Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume, etwa durch die Sanierung von Altbauten und Versiegelung von potenziellen Schlafplätzen, sowie durch den Einsatz von Bioziden, stehen viele Fledermausarten heutzutage auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Während der Führung werden auch Tipps gegeben, was man tun kann, um die nachtaktiven Säuger zu schützen.

Die Führungen finden im August jeden Mittwoch von 20 bis 21.30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Nationalpark-Information Kratzeburg.
Die Führung ist auch für blinde und sehbehinderte Menschen mit Begleitung geeignet.