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18. April 2007
Frisches Grün zu erleben

Die Witterung der letzten Tage hat es möglich gemacht. Überall in den Wäldern des Nationalparks zeigt sich frisches Buchengrün. Die zartgrünen Blätter lassen die Sonne durchstrahlen. Besonders im Gegenlicht werden die Wälder somit zu einem Fest für die Augen und außerdem für die Ohren, denn hier erklingt ein besonderes Vogelkonzert.

Insbesondere die Buchenwälder um Serrahn sind jetzt einen Ausflug wert. Sie sind von Neustrelitz aus leicht mit dem Rad zu erreichen. So führt ein Radweg entlang der B 198 bis nach Zinow. Von dort bietet sich eine Wanderung auf dem ausgeschilderten Naturerlebnispfad „Der lange Weg zum Urwald“ bis Serrahn an. In Serrahn steht ab 28. April 2007 täglich von 10 – 17 Uhr die Nationalpark-Information mit der Ausstellung „Serrahner Waldgeschichten“ allen Wissensdurstigen offen.

In diesem Jahr beginnt im Serrahner Buchenwald eine wissenschaftliche Untersuchung zum Blattaustrieb der Buchen. Diese sogenannte phänologische Untersuchung der Freien Universität Berlin dient u. a. der Einschätzung, wie Buchen unter natürlichen Bedingungen, dem sich vollziehenden Klimawandel gewachsen sein werden. Die Phänologie befasst sich mit dem im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen in der Natur.

Die Jagdleidenschaft der Mecklenburg-Strelitzer Herzöge ließ die Wälder um Serrahn lange Zeit nahezu unangetastet. Das wertvolle Waldgebiet vermittelt einen Eindruck wie die Urwälder unserer Region ausgesehen haben. So oder zumindest so ähnlich werden auch die Wälder im gesamten Müritz-Nationalpark in einigen hundert Jahren aussehen.

Diesen „langen Weg zum Urwald“ unterstützt die Nationalparkverwaltung im Rahmen ihrer Waldbehandlung auf behutsamen Weg. Die Auflichtung der gepflanzten Kiefernbestände hilft der Naturverjüngung zum Durchbruch. Laubbaumarten, wie z. B. die Buche nehmen kontinuierlich zu. Damit die jungen Bäumchen nicht Opfer eines zu hohen Wildbestandes werden, wird dieser reguliert. Hier treten die Jäger des Nationalparkamtes an die Stelle der in der Region ausgestorbenen natürlichen Feinde des Wildes, wie z. B. den Wolf.