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20. Juli 2006
Absichtliche Zerstörung am Stau Techentinsee vermutet

Am 19.7.2006 entdeckten Mitarbeiter des Nationalparkamtes Müritz, dass der Stau am Abfluss des Techentinsees Richtung Kramssee (Müritz-Nationalpark südlich von Langhagen gelegen) durchbrochen wurde.
Es kann angesichts der langanhaltenden Trockenheit nicht ausgeschlossen werden, dass der Stau mutwillig zerstört wurde. Unter anderem wurden frische Fahrspuren auf dem gesperrten Waldweg in der Nähe des Staus erkannt.
Die Staueinrichtung wurde genau an der Stelle durchbrochen, wo sich früher der Abflussgraben befand.
Erst im Jahr 2005 wurde der Stau nach wasserrechtlicher Genehmigung durch den Landkreis Mecklenburg-Strelitz errichtet. Der Graben wurde sowohl in Unternehmerleistung als auch mit Unterstützung von Jugendlichen während eines internationalen Sommercamps im Müritz-Nationalpark verschlossen.

Der Stau dient dazu, den natürlichen Wasserhaushalt wieder herzustellen und das Wasser in der Landschaft zu halten. Die tiefgründigen Moore am Techentin- und Kramssee profitieren natürlich von dem zurückgehaltenen Wasser. Bereits einen Tag nach der Entdeckung der Öffnung ist der Wasserspiegel um 40 cm gesunken. Das nährstoffreiche, vor allem mit Huminstoffen angereicherte Wasser des Techentinsees ergießt sich in den nährstoffarmen, klaren Kramssee.
Die Mitarbeiter des Nationalparkamtes sind gegenwärtig dabei, die Bruchstelle behelfsmäßig zu reparieren.

Ansprechpartner im Nationalparkamt:
Joachim Kobel, 039824/25221