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15. Juni 2006
Dachs wurde außerhalb Nationalpark erlegt

Der von den niederländischen Jugendlichen gefundene tote Dachs wurde nicht im Müritz-Nationalpark geschossen. Das ergaben Untersuchungen des Nationalparkamtes Müritz. Der Vorfall war Auslöser für einen Protestbrief niederländischer Jugendlicher (vgl. PM v. 6.6.2006). Die Jugendlichen sind über das Ergebnis informiert.

Die Nationalpark-Verwaltung hat die zuständigen Jagdbehörden über den Vorgang informiert.

Im Müritz-Nationalpark ist die Jagd auf Dachse generell verboten.
Auch wenn der Fall außerhalb des Nationalparks geschah, wirft die Erlegung des Dachses Fragen auf. So kann die sogenannte Elterntierregelung missachtet worden sein. Demnach ist das Erlegen eines Tieres verboten, wenn dadurch schutzbedürftige Jungtiere gefährdet werden. Außerdem ist zu kritisieren, dass das Tier nicht sofort und ordnungsgemäß entsorgt wurde. „Ich kann fachlich keinen Grund erkennen, warum ein Dachs überhaupt bejagt wird“, äußert sich Ulrich Meßner, Leiter des Nationalparkamtes, zu dem Vorfall.

Die Jugendlichen erhielten ein umfangreiches Antwortschreiben des Amtsleiters. Darin bedankt er sich für ihre Mithilfe bei der Aufklärung des Vorfalls. Da die Jugendlichen sich regelmäßig im Nationalpark aufhalten, schlägt Meßner den Jugendlichen ein Treffen vor, um im persönlichen Gespräch Fragen der Wildbestandsregulierung im Nationalpark zu diskutieren.