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6. Juni 2006
Nationalparkamt geht Vorwürfen zur Jagd nach

Am Donnerstag, den 1. Juni 2006 erreichte das Nationalparkamt Müritz per E-Mail ein Protestbrief niederländischer Jugendlicher. In ihm ist von „Jagdgräuel“ und „Vergnügungsjagd“ im Müritz-Nationalpark die Rede. U. a. berichteten die Jugendlichen von einem erschossenen Dachs. Diesem Vorgang wird momentan nachgegangen.

Das Nationalparkamt nimmt diesen Protest sehr Ernst. Laut Jagdverordnung für den Müritz-Nationalpark dürfen Dachse nicht gejagt werden. Damit liegt möglicherweise ein Verstoß gegen diese Verordnung vor.

Die Jugendlichen erhalten in Kürze ein Antwortschreiben des Amtsleiters, Herrn Ulrich Meßner. Darin werden sie u. a. um Mithilfe bei der Aufklärung der Vorgänge gebeten. Außerdem wird um Verständnis für die weiterhin bestehende Notwendigkeit der Wildbestandsregulierung geworben.

Im Nationalpark ist es Ziel, eine natürliche Waldentwicklung zuzulassen. Dafür ist eine Naturverjüngung unerlässlich. Damit die jungen Bäumchen nicht Opfer eines zu hohen Wildbestandes werden, wird dieser reguliert. Hier treten die Jäger des Nationalparkamtes sowie weitere Jagdberechtigte an die Stelle der in der Region ausgestorbenen natürlichen Feinde des Wildes, wie z. B. den Wolf.

Seitens des Nationalparkamtes werden keine Gästejagden organisiert.