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5. Mai 2006
Zartes Grün zu erleben

Die milde Witterung der letzten Tage hat es möglich gemacht. Überall in den Wäldern des Nationalparks zeigt sich frisches Buchengrün. Die zartgrünen Blätter lassen die Sonne durchstrahlen. Besonders im Gegenlicht werden die Wälder somit zu einem Fest für die Augen und außerdem für die Ohren, denn hier erklingt ein besonderes Vogelkonzert.

Insbesondere die Buchenwälder um Serrahn sind jetzt einen Ausflug wert. Sie sind von Neustrelitz aus leicht mit dem Rad zu erreichen. So führt ein Radweg entlang der B 198 bis nach Zinow. Von dort bietet sich eine Wanderung auf dem ausgeschilderten Naturerlebnispfad „Der lange Weg zum Urwald“ bis Serrahn an. In Serrahn steht täglich von 10 – 17 Uhr die Nationalpark-Information mit der Ausstellung „Serrahner Waldgeschichten“ allen Wissensdurstigen offen.

Die Jagdleidenschaft der Mecklenburg-Strelitzer Herzöge ließ die Wälder um Serrahn lange Zeit nahezu unangetastet. Das wertvolle Waldgebiet vermittelt einen Eindruck wie die Urwälder unserer Region ausgesehen haben. So oder zumindest so ähnlich werden auch die Wälder im gesamten Müritz-Nationalpark in einigen hundert Jahren aussehen.

Diesen „langen Weg zum Urwald“ unterstützt die Nationalparkverwaltung im Rahmen ihrer Waldbehandlung auf behutsamen Weg. Die Auflichtung der gepflanzten Kiefernbestände hilft der Naturverjüngung zum Durchbruch. Laubbaumarten, wie z. B. die Buche nehmen kontinuierlich zu. Damit die jungen Bäumchen nicht Opfer eines zu hohen Wildbestandes werden, wird dieser reguliert. Hier treten die Jäger des Nationalparkamtes an die Stelle der in der Region ausgestorbenen natürlichen Feinde des Wildes, wie z. B. den Wolf.

Die einzigartige Waldwildnis um Serrahn ist Gegenstand unzähliger Forschungen über die natürliche Dynamik von Buchenwäldern. Hier werden Erkenntnisse gewonnen, die auch im naturnahen Wirtschaftswald angewendet werden können.