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30. August 2005
Weitreichende Besucherlenkung zum Schutz der durchziehenden Kraniche

Nach dem Beginn der Kranichsaison statten momentan Mitarbeiter des Nationalparkamtes Informationstafeln mit zusätzlichen Modulen und Informationsblättern aus und bringen Schilder im Gebiet an. Zum Schutz der durchziehenden Kraniche werden vom 1. September bis zum 31. Oktober 2005 zwei Wegabschnitte gesperrt. Mit den Tafeln und Schildern werden die Besucher rechtzeitig über die Einschränkungen informiert.

Die durchziehenden Kraniche rasten im Müritz-Nationalpark in der Regel am Rederangsee und an der Spuklochkoppel. Sie reagieren sehr empfindlich auf Störungen durch Besucher. Laute Geräusche, Bewegungen von Fahrzeugen und Personen (insb. mit heller Kleidung) sowie Blitzlichter lassen die Tiere unruhig werden und können sie sogar von den angestammten Rastplätzen vertreiben.

Aus diesem Grund sperrt das Nationalparkamt Müritz den Wanderweg „Rotes Eichhörnchen“ zwischen Federow und Schwarzenhof im Bereich des Rederangsees und der langen Dämme täglich ab 16.00 Uhr. Eine Umleitung ist ausgeschildert; die Beobachtungsplätze am Rederangsee sind während dieser
Zeit nur mit Führung im Rahmen des Kranich-Tickets erreichbar. Der Beobachtungsstand am Rederangsee wurde in diesem Jahr erheblich vergrößert.

Der Wanderweg „Ocker Reh“ ist im Bereich der Spuklochkoppel in der Zeit vom 1. September bis zum 31. Oktober ganztägig gesperrt. Am Sichtschirm an der Spuklochkoppel, der über den Weg zum Müritzhof zugänglich ist, kann die Kranichrast auch ohne Führung individuell beobachtet werden. Bitte nicht neben oder vor den Sichtschirm treten!

„Das Naturerlebnis Kranichrast darf nicht zu Lasten der Kraniche gehen. Die Sperrungen, die Ausschilderung und die Regelungen zum Kranichticket sollen helfen, dass sich die Kraniche auch in den kommenden Jahren hier so zahlreich einfinden.“ so Hendrik Fulda, Sprecher des Amtes abschließend.