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24. Februar 2005
Beliebtheit Müritz-Nationalpark 2004 ungebrochen

Mit rund 650.000 Besuchern in der vergangenen Saison gehört der Müritz-Nationalpark zu einem sehr beliebten Ziel in der Mecklenburgischen Seenplatte. Berechnungen der Universität München belegen, dass der mit dem Nationalpark verbundene Tourismus für Bruttoumsätze von 13,4 Mill. € sorgt, was 630 Arbeitsplätzen entspricht.
Darüber hinaus ergaben Besucherbefragungen, dass der Nationalpark für 56 % der Gäste eine große bis sehr große Rolle bei ihrer Reiseentscheidung spielte. 78 % der Gäste wussten, dass sie sich in einem Nationalpark aufhalten. Die Gästezahlen in den Nationalpark-Informationen stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht auf knapp 90.000.

Weiterhin ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Gäste steht dabei das Radfahren durch die weitgehend unberührte Landschaft des Nationalparks. Radfahrer machen etwa 70% der Besucher aus. Aber auch Wandern (17%) und Kanufahren (10%) sind im Nationalpark angesagt. Der Raum zwischen Waren (Müritz) im Norden und Boek als südlichem Eingangsbereich erfreut sich wie in den vergangenen Jahren herausragender Beliebtheit. Zu Pfingsten wurde aufgrund guten Wetters ein besonderer Besucheransturm festgestellt.

Das rege Interesse der Besucher erfordert gleichzeitig auch Maßnahmen der Besucherlenkung, um sensible Bereiche zu schützen. Mit der Einführung des Kranich-Tickets wurde diesbezüglich ein erfolgreicher Weg beschritten. Das Naturerlebnis Kranichrast gewinnt durch das Vorlanden der Tiere auf den Wiesen um den Rederangsee wieder an Attraktivität.
An Spitzentagen wie Himmelfahrt oder Pfingsten werden insbesondere auf den Wasserwanderstrecken die Grenzen der Belastbarkeit des Naturraums erreicht und überschritten. Daher arbeitet das Nationalparkamt Müritz gemeinsam mit den regionalen Akteuren intensiv an einer einvernehmlichen Lösung zur Befahrung.

Neben Besucherzählungen durch das Nationalparkamt Müritz an 14 Zähltagen und 15 Zählpunkten wurden o. g. Zahlen auch mittels Besucherbefragung im Rahmen einer Studie zu „Regionalökonomischen Effekten von Großschutzgebieten“ der Universität München und des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr ermittelt. Die Studie untermauert die Ergebnisse einer Diplomarbeit der Uni Rostock für Waren (Müritz) aus dem Jahr 2001.