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20. Juli 2004
Inspiration Natur

Vom 25. bis 28. Juli 2004 findet im Jugendwaldheim Steinmühle ein Seminar zum Thema „Kunst und Natur“ mit Jugendlichen statt, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren.

Bereits vom 12. bis 16. Juli 2004 diente die Natur rund um das Jugendwaldheim Steinmühle bei Carpin als Inspiration, Kulisse und Materialfundus für 21 FÖJler und ihre kreative Ideen. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 26 Jahren kamen aus Berlin und absolvieren ihr FÖJ bei der dortigen Stiftung Naturschutz. Während die einen auf Gewässer- und Moorexkursion waren und sich die Unterwasservegetation im Fürstenseer See erschnorchelten, haben die anderen sich eher den schöngeistigen Aufgaben gewidmet. So entstanden Gedichte und Prosa, schwimmende Blumenornamente auf dem Grünower See, filigrane Traumfänger und Klangspiele aus Holz und Steinen.

Die FÖJ Seminare ergänzen eine Reihe künstlerischer und kultureller Veranstaltungen, die bereits im Müritz-Nationalpark stattfanden. Diese konnten unterschiedlicher nicht sein, hatten jedoch eines gemeinsam, den Bezug zur Natur. So wurden vom 5. bis 9. Juli 2004 im Rahmen der Medienwerkstatt des Neubrandenburger Latücht drei Kurzfilme im Jugendwaldheim Steinmühle gedreht. Neun junge Leute nutzten die Kulisse rund um den Grünower See, um dort unter anderem ein Musikvideo zum Thema „Wasserleiche“ zu drehen. Ziel des Workshop war es, den Filmbegeisterten aus der Umgebung das Handwerk des Filmemachens zu vermitteln.
Ebenfalls in der Steinmühle gastierten in diesem Sommer zum dritten Mal die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit einem Kinderkonzert zum Mitmachen. Unter dem Motto „Vogelsang-Insektenklang“ gab das Ensemble der Neubrandenburger Philharmonie ein musikalisches Programm rund um den Kater Murkel zum Besten.

Kunst in Verbindung mit Natur hat im Müritz-Nationalpark eine gewisse Tradition. Schon während des Künstlerplenairs von 1992
bis 1999 nutzten zahlreiche nationale und internationale Künstler den Müritz-Nationalpark als ein großes Open-Air-Atelier und hinterließen ihre Spuren. Viele der Kunstwerke sind heute zwar von der Natur gezeichnet, jedoch an vielen Plätzen immer noch gut sichtbar.