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15. Juli 2004
Pilzesammler wieder unterwegs

So manchen Urlauber stürzen die trüben Wettervorhersagen in schiere Verzweiflung, für Pilzliebhaber dagegen klingen sie verlockend. Ihre Ausbeute an Pfifferlingen, Maronen und Steinpilzen dürfte in diesem Sommer besonders üppig ausfallen. Wärme und Feuchtigkeit lassen die myzeltragenden Pilze kräftig aus dem Boden schießen. Auch Blaubeeren gibt es in Hülle und Fülle, und die Aussicht auf ein schmackhaftes Abendessen treibt so manchen in den Wald, um Körbe, Tüten und sonstige Behälter zu füllen.

Doch nicht immer wird bei der Suche nach Pilzen oder Blaubeeren darauf geachtet, dass man sich in einem Nationalpark bewegt.
„Gerade in der Ferienzeit beobachten wir immer wieder, dass vorwiegend Fahrzeuge mit fremden Kennzeichen irgendwo am Wegrand parken und nicht die vorgesehenen Parkplätze nutzen“, so der Revierleiter aus Kratzeburg und Ankershagen Frank Eggert. „Die Leute wundern sich dann, wenn sie ein Bußgeld bekommen“. Die einheimische Bevölkerung dagegen habe die Regelung hinsichtlich des Parkens sehr gut angenommen, erklärt er weiter.

Das Nationalparkamt Müritz weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Sammeln von Pilzen für den persönlichen Bedarf in den Pflege- und Entwicklungszonen erlaubt ist. In den Kernzonen jedoch soll die Natur sich selbst überlassen bleiben. Außer schönen Eindrücken und Photos sollte der Mensch hier nichts mitnehmen, auch keine Pilze! Denn diese dienen einerseits als Nahrungsquelle für Tiere und andererseits als Zersetzer von organischem Material. Darüber hinaus besteht in den Kernzonen ein Wegegebot.

Pilzfreunde können sich vor ihren Wanderungen an den Informationstafeln, die sich an allen wichtigen Eingängen zum Nationalpark und in den Ortschaften des Nationalparks befinden, über die Zonierung schlau machen.

Weiterhin bittet das Nationalparkamt die Pilzesammler und Beerenpflücker, sich an folgende Regelungen zu halten:


· Parken Sie Ihr Auto auf den dafür vorgesehenen Plätzen.
· Das Befahren von Wald- und anderen nicht öffentlichen Wegen ist nicht gestattet.
· Lassen Sie keinen Abfall zurück.
· Vermeiden Sie jede Störung von Tieren, zum Beispiel durch Lärm.