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17. Mai 2004
Nationalparkamt gratuliert „Einsteins Enkeln“

Das Nationalparkamt Müritz gratuliert den drei Schülern des Richard-Wossidlo-Gymnasiums Waren zu ihrem großem Erfolg beim 39. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“, der am vergangenen Wochenende in Saarbrücken stattfand. Anika Brömel, Tim Geißler und Fabian Schröder belegten im Bereich Geo- und Raumwissenschaften den 1. Platz. Sie wurden bei dem Projekt von ihrem Lehrer Andreas Liedtke betreut und arbeiteten eng mit dem Nationalparkamt zusammen.

Multispektrale Satellitenbilder können eine hervorragende Datengrundlage für die Einschätzung von Veränderungen der Vegetation liefern. Den drei Gymnasiasten ist es gelungen, das „Auge aus dem All“ auch für den Müritz-Nationalpark nutzbar zu machen. Die Ergebnisse ihrer Forschung helfen beispielsweise bei der Bewertung des Erfolges von Naturschutzaktivitäten. Sie können aber auch öffentlichkeitswirksam benutzt werden, um Besuchern begreiflich zu machen, was es heißt, Natur, Natur sein zu lassen.

So liegen jetzt anschauliche Bilder über die Entwicklung der Vegetation auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Speck vor. Nachdem dort im Jahr 1993 die letzten Soldaten abgezogen sind, entwickelte sich dort aus einer Art Wüste bereits ein Wald. Dies geschah ohne Zutun des Menschen.
In einem anderen Teil des Forschungsprojektes der Gymnasiasten wurde die flächenmäßige Ausbreitung einer Pflanze namens Schneidried untersucht. Das Schneidried (Cladium mariscus) ist eine selten gewordene Art kalkreicher Sümpfe. Am Ostufer der Müritz liegen die größten Schneidriedflächen Norddeutschlands und die Untersuchungen konnten zeigen, dass es sich hier ausbreitet.
Darüber hinaus gingen die Schüler dem Absterben von Eichen im Kargower Holz nach. Die genaue Ursache für dieses Baumsterben konnte bisher noch nicht gefunden werden. Mit den Ergebnissen der Satellitenbildauswertung konnte jetzt das Ausmaß genau ermittelt werden.

Amtsleiter Ulrich Meßner gratuliert den Schülern im Namen des gesamten Nationalparkamtes und betont abschließend: „Wir freuen uns, wenn die Forschungsaktivitäten eine Fortsetzung erfahren, auch wenn die ausgezeichneten Schüler bald das Gymnasium verlassen werden. Ihr Erfolg sollte den jüngeren Schülern Ansporn sein.“.