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13. Mai 2004
Bemühung um Verkehrsberuhigung verstärken

Anlässlich der am 16. Mai 2004 vom Förderverein Müritz-Nationalpark e. V. organisierten Radtour weist das Nationalparkamt darauf hin, dass die seit Juni 2003 geltende „Berechtigte frei“ – Regelung zwischen Speck und Boek noch zu keinem deutlichen Rückgang des Kfz – Verkehrs geführt hat. Das haben Zählungen im Jahr 2003 ergeben.

Durchschnittlich wurden auf der Strecke Speck – Boek im Jahr 2003 täglich 264 Fahrzeuge gezählt. Diese Zahl entspricht der Größenordnung aus dem Jahr 2001 und ist nur geringfügig niedriger als die ermittelten Verkehrszahlen im Jahr 2002. An Spitzentagen befuhren bis zu 500 Kfz. die Strecke.

Die Regelung „Berechtigte frei“ zielt darauf ab, der zunehmenden Belastung des Nationalparks mit touristischem Kfz-Verkehr Einhalt zu gebieten. Prinzipiell ist sie dafür ein geeignetes Instrument. Zum Erfolg wird die Regelung erst durch eine geeignete Vorwegweisung, intensive Kontrollen an der Strecke und das Verhindern von Fehlinformation an die Autofahrer.

Bereits in den Eingangsbereichen Federow und Boek sind die Urlauber zu informieren, dass die Strecke zwischen Speck und Boek sowie dem Pagelsee nicht befahren werden darf. Die Mitarbeiter des Nationalpark-Dienstes werden ihr Anstrengungen verstärken, hier für Aufklärung zu sorgen.
Das Nationalparkamt Müritz hat darüber hinaus eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, wie die Vorwegweisung zu verbessern ist, damit bereits an den Bundesstrassen auf die Verkehrsregelung „Berechtigte frei“ hingewiesen wird. Mit einer zielführenden Vorwegweisung kann erreicht werden, dass die Besucher des Müritz-Nationalparks ihre Fahrzeuge bereits in den Eingangsbereichen Federow und Boek und somit am Rande des Nationalparks parken und auf das Rad oder den Bus umsteigen.

Auf der Strecke verkehren von Mai bis Oktober regelmäßig die Busse des Nationalpark-Tickets. Damit ist eine verlässliche Alternative zum Kfz-Verkehr gegeben.

Jens Brüggemann, zuständiger Dezernent beim Nationalparkamt Müritz betont abschließend: „Alle Beteiligten sollten ihr Aktivitäten für eine Verkehrsberuhigung im Müritz-Nationalpark verstärken. Natur und Erholungssuchende werden es danken.“.