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3. Mai 2004
Esten wollen von Erfahrungen an der Müritz lernen

Pünktlich zum EU-Beitritt besucht eine hochrangige Delegation aus Estland den Müritz - Nationalpark und die Nationalpark-Region. Die Gäste kommen vom größten See innerhalb der Grenzen Estlands. Der Võrtsjarv See ist mit 270 km² etwa doppelt so groß wie die Müritz. Organisiert wird der Austausch von der internationalen Naturschutzstiftung „Global Nature Fund“, die ein internationales Netzwerk der weltweit bedeutendsten Seengebiete unterhält.

Besonders interessiert sind die Gäste an den hiesigen Erfahrungen mit sanftem Tourismus und nachhaltiger Regionalentwicklung. „Wir wollen am Võrtsjarv See mit qualitativ hochwertigem, sanftem Tourismus unsere Naturschönheiten bewahren und unserer Bevölkerung eine wirtschaftliche Perspektive bieten.“, erklärt Jaanika Kaljuvee vom der estnischen Lake Võrtsjärve Agency, „in der Müritzregion hat sich in den vergangenen 14 Jahren außergewöhnlich viel getan. Von dem, was hier passiert ist, können wir viel für eine nachhaltige Regionalentwicklung am Võrtsjarv See lernen“.

Am Montag besuchen die estnischen Tourismus-Experten den Müritz-Nationalpark. Themen wie Nationalpark-Ticket, vorbildliches Besucherlenkungssystem oder „Horstfernsehen“ stehen auf dem Programm. Viel Wert legen die Esten auf den Dialog mit Experten aus der Nationalpark-Verwaltung. Vorbildliche Initiativen wie die „Scheune Bollewick“, der „Ökocamping Malchow“,das „Ökohotel Neustrelitz“ oder die Jugendherberge „Mirow 21“ stehen ebenfalls auf dem Programm.

Die 30-köpfige Delegation hält sich von Sonntag bis Donnerstag in der Müritzregion auf. Bürgermeister, Tourismusverantwortliche der Regional- und Lokalverwaltungen, Tourismus-Unternehmer und Mitarbeiter von Naturschutzverbänden aus Estland wollen in den Dialog treten. Sie übernachten in der Jugendherberge Mirow 21, der „ersten ökologischen Wohlfühl-Jugendherberge in Deutschland“.