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27. August 2003
Weitreichende Besucherlenkung zum Schutz der durchziehenden Kraniche

Momentan errichten einige Mitarbeiter des Nationalparkamtes im Zusammenhang mit dem Kranichschutz neue Informationstafeln und bringen Schilder und zusätzliche Module auf bestehenden Informationstafeln an. Gleichzeitig werden zum Schutz der durchziehenden Kraniche ab 1. September bis zum 31. Oktober 2003 zwei Wegabschnitte gesperrt. Die Tafeln und Schilder dienen auch einer Vorwegweisung, damit die Besucher sich bereits am Ausgangsort ihrer Touren über die Einschränkungen informieren können.

Die Kraniche rasten im Müritz-Nationalpark in der Regel am Rederangsee und an der Spuklochkoppel. Sie reagieren empfindlich auf Störungen durch Besucher. Laute Geräusche, Bewegungen von Fahrzeugen und Personen (insb. mit heller Kleidung) sowie Blitzlichter lassen die Tiere unruhig werden und können sie sogar von den angestammten Rastplätzen vertreiben.

Aus diesem Grund sperrt das Nationalparkamt Müritz den Wanderweg „rotes Eichhörnchen“ zwischen Federow und Schwarzenhof im Bereich des Rederangsees und der langen Dämme täglich ab 14.00 Uhr. Eine Umleitung ist ausgeschildert; die Beobachtungsplätze am Rederangsee sind während dieser Zeit nur mit Führung im Rahmen des Kranich-Tickets erreichbar.

Der Wanderweg „ocker Reh“ ist im Bereich der Spuklochkoppel in der Zeit vom 1. September bis 31. Oktober ganztägig gesperrt. Am Sichtschirm an der Spuklochkoppel, der über den Weg zum Müritzhof zugänglich ist, kann die Kranichrast auch ohne Führung individuell beobachtet werden.

Insgesamt weisen zwei neue Informationstafeln, fünf zusätzliche Module auf den Informationstafeln in Waren, Federow, Schwarzenhof, Speck und Boek sowie zehn Schilder auf die Regelungen zum Schutz des Kranichs hin.

„Das Naturerlebnis Kranichrast darf nicht zulasten der Kraniche gehen. Die Sperrungen, die umfangreiche Ausschilderung und die Regelungen zum Kranichticket sollen helfen, dass sich die Kraniche auch in den kommenden Jahren hier so zahlreich einfinden.“ so Jens Brüggemann, Dezernent für Planung abschließend.