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11. April 2003
Wasserwanderstrecken sollen naturnah und attraktiv bleiben

Am 10.4.2003 kam im Schloss Hohenzieritz erneut der Arbeitskreis Wasserwandern zusammen. Der Einladung des Nationalparkamtes Müritz waren neben Vertretern des Landkreises Müritz, des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur Lübz, der Gemeinde Kratzeburg sowie des Anglerverbandes auch zehn Tourismusunternehmen gefolgt, die an den Wasserwanderstrecken im Nationalpark aktiv sind. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die beiden Wasserwanderstrecken „Obere Havel“ und „Alte Fahrt“ in ihrer Naturnähe erhalten bleiben sollen und gerade dadurch ihre Attraktivität bekommen.

Während des Treffens wurde einzelne Maßnahmen vereinbart, die kurzfristig und somit noch in dieser Saison umgesetzt werden. Beispielsweise sollen ein neues Plakat und ein kleines Hinweisblatt erstellt und verteilt werden, um die Paddler über angemessenes Verhalten auf den Wasserwanderstrecken aufzuklären. Das Nationalparkamt stellt zu den bereits bestehenden dreizehn Informationstafeln vierzehn neue entlang der Strecken auf. Die Internetseiten der Anbieter und die Seite des Nationalparkamtes werden gegenseitig verlinkt und um entsprechende Verweise ergänzt. Die touristischen Anbieter und das Amt vereinbarten darüber hinaus, bei der Kontrolle und der Betreuung enger zusammen zu arbeiten und beispielsweise die Ordnungsämter sowie die Wasserschutzpolizei stärker einzubinden. Ein wichtiges Ziel ist dabei das Verhindern von Schwarzcampen. Darüber hinaus werden die Inhalte einer Selbstverpflichtung der touristischen Anbieter und sich daraus ergebende Marketing-Maßnahmen abschließend beraten.

Als mittelfristige Ziele wurden u.a. ins Auge gefasst: weitere Verbesserung der touristischen Infrastruktur, gemeinsame Erarbeitung und Finanzierung eines Faltblattes, Erstellung einer Verordnung zur Nutzung der Wasserwanderstrecken sowie die Schaffung von kontrollierbaren Zugängen. Kontrovers wurde die mögliche Erhebung einer Gebühr für nicht einheimische Paddler diskutiert. Aus der Gebühr soll beispielsweise die Müllentsorgung und die Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur (z.B. Lorenbahn) finanziert werden.

Der Arbeitskreis existiert seit Mai 2002 und kann seitdem auf ein kontinuierliches Engagement, teils in speziellen Arbeitsgruppen, zurückblicken, das zukünftig fortgesetzt werden soll.