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10. September 2002
Waldbrand bei Zwenzow endgültig gelöscht

Jedoch Waldbrandgefahr nach wie vor akut

Die anhaltende Trockenheit verschärft im Müritz-Nationalpark als auch in der gesamten Region weiterhin die angespannte Waldbrandsituation. Nach wie vor gilt Waldbrandwarnstufe IV. Verstärkend kommt hinzu, dass eine grundlegende Wetteränderung nicht in Sicht ist. Eine Entwarnung kann erst nach flächendeckenden und ergiebigen Regenfällen gegeben werden.

Der Waldbrand in Zwenzow am 4. September 2002 konnte durch den Einsatz von sechs Feuerwehren zwar schnell unter Kontrolle gebracht werden, die Gefahr war damit aber noch nicht vollständig gebannt. Die völlig ausgetrocknete Rohhumus-Auflage des Bodens glimmt sehr lange nach und ist bei Auffrischen des Windes in der Lage, wieder ein offenes Feuer zu entfachen.

Bis zum 8. September 2002 machte es sich erforderlich, Brandwachen zu stellen und Nachlöschmaßnahmen durchzuführen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Nationalparkamtes Müritz waren dabei 140 Stunden im Einsatz. Darüber hinaus wurde der Wasserwagen des Forstamtes Strelitz genutzt. Die Nachfolgekosten belaufen sich auf ca. 3.500 €.

Das Nationalparkamt Müritz appelliert in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich an ein brandschutzgerechtes Verhalten der Bevölkerung. Feuermachen und Rauchen im Wald sind verboten. Das Befahren der Waldgebiete ist laut Landeswaldgesetz nur auf öffentlichen Wegen zulässig. Wenn Fahrzeuge an Waldrändern abgestellt werden droht u.a. auch Gefahr, dass stark erhitzte Katalysatoren, die trockene Vegetation entzünden.

„Die Nachrichten aus der Region um Moskau und aus den Vereinigten Staaten verdeutlichen eindringlich, dass es im Interesse aller ist, Waldbrände durch entsprechendes Verhalten zu verhindern“ zieht Jürgen Krüger, Stellvertretender Amtsleiter ein Resümee der letzten Tage und Wochen.